Was sind die Ziele des Zuchtprogramms?
Ein Zuchtprogramm ist so strukturiert, dass es mehrere Aufgaben erfüllen kann:
Hermitage bietet Ihnen mehrere Programme an:
Ein Zuchtprogramm ist so strukturiert, dass es mehrere Aufgaben erfüllen kann:
- Maximierung des genetischen Potentials in der Herde
- Optimale Nutzung von Heterosis
- Erreichen des optimalen Zuchtfortschrittes
- Produktion eines qualitativ hochwertigen Produktes
- Minimierung der genetisch bedingten Kosten in der Produktion
- Zugang zu genetisch überlegenen Jungsauen (High Health Genetik)
- Zugang zu einem genetischen hochwertigen GGP Eberpool
- Zugang zu einem Beratungsservice (Ernährung, Reproduktion, Produktion)
- Effiziente Produktion im Betrieb
Hermitage bietet Ihnen mehrere Programme an:
- Zukauf von F1-Jungsauen
- Zukauf von GP-Jungsauen
- Geschlossenes GGP-Programm
- Wechselkreuzungsprogramm
Zukauf von F1-Jungsauen
Anforderungen
- Eine Quarantänestation für neue Jungsauen für 8 – 10 Wochen
- Ein Betrieb mit diesem Programm ersetzt jährlich ca. 42 % seiner Sauenherde, bei 300 Sauen = 126 zugekaufte Jungsauen pro Jahr
Wichtige Anmerkungen
- Es handelt sich um ein einfach zu organisierendes Programm
- Das genetische Potential wird maximiert
- Die zugekauften Jungsauen haben eine Selektion durchlaufen.
- Der Zukauf wird nach Bedarf organisiert.
- Die Quarantänestation sollte in der Nähe des Betriebes liegen.
- Ein gesundheitliches Risiko beim Zukauf von Tieren ist vorhanden.
- Das Programm ist für alle Herdengrößen geeignet.
Zukauf von GP-Jungsauen
Anforderungen
- Eine Quarantänestation für zugekaufte Jungsauen für 8 – 10 Wochen.
- Die Fähigkeit zur Selektion von Zuchttieren.
- Dieses Programm macht im Betrieb mindestens 12 % GP-Sauen erforderlich.
- Bestellung von GP-Sperma wöchentlich.
- Selektion der Jungsauen bei ca. 90 kg Gewicht.
- Kennzeichnung der Ferkel bei der Geburt.
Wichtige Anmerkungen
- Reduzierung des Jungsauenzukaufs – Zukauf nur Quartalsweise notwendig.
- Das Gesundheitsrisiko wird minimiert.
- Eine kleine Gruppe von Jungsauen in der Quarantäne.
- Im Betrieb erzeugte Kreuzungssauen sind besser an Betriebsbedingungen angepasst.
- Regelmäßige GP-Anpaarungen sind notwendig, um die Remontierung zu sichern
Geschlossenes GGP-Programm
Anforderungen
- Nur für große Herden geeignet
- Sehr gutes Management
- Computergestütztes Herdenmanagement
- Erfahrung und Bereitschaft zur Selektion von Zuchttieren
- Geeignetes Identifizierungssystem
- Ein einmaliger Zukauf von GGP und GP Jungsauen
- Im Minimum 5 % der Herde als GGP Sauen
- Im Minimum 12 % der Herde als GP Sauen
- Bestellung von GP und GGP Sperma zusätzlich zum Sperma von Endproduktebern
Installation des Programms
- Eine Gruppe von GGP und GP Jungsauen werden gekauft und nach der Quarantäne in die Herde gebracht.
- Die GGP LR Jungsauen werden mit GGP LR Sperma zur Produktion der GP Sauen belegt. Diese werden mit GP LW Sperma zur Produktion der Kreuzungssauen belegt.
- Letztere werden mit Endstufeneber Sperma zur Produktion der Schlachtschweine belegt.
- Die besten GP Sauen (BLUP Zuchtwerte bzw. Leistung nach 3 Würfen) werden als GGP Remonte nach Bedarf ausgewählt.
- Die BLUP-Zuchtwerte werden im Rahmen des Programms von Hermitage geliefert.
- Alle Jungsauen werden bei ca. 80 – 90 kg gemäß des Hermitage Jungsauenmanagmentes getestet und selektiert.
- Alle GGP und GP Sauen werden bei der Geburt tätowiert und mit Ohrmarken versehen.
- Alle F1 Kreuzungssauen werden mit Ohrmarken gekennzeichnet.
Wichtige Anmerkungen
- Jegliches hygienisches Risiko durch zugekaufte Tiere ist nach Einführung des Programms ausgeschlossen.
- Nach der Einführungsphase ist keine Quarantänestation erforderlich.
- Die Zuchttiere werden nicht durch Anpassungsprobleme beeinflusst.
- Die kostengünstigste Alternative zur Produktion von Kreuzungssauen.
- Ein bestimmter Zeitaufwand ist für Selektion und Zuchtmanagement notwendig.
Wechselkreuzungsprogramm
Anforderungen
- Computergestütztes Herdenmanagement
- Gutes Management
- Erfahrung und Bereitschaft zur Selektion von Zuchttieren
- Farbiges Identifizierungssystem
- Bestellung von GP/GGP Sperma neben dem Endproduktsperma
Einführung des Programms
- Einmalig werden 12 % der Herde auf der Farm selektiert bzw. als Jungsauen zugekauft, um die Remonte zu erzeuge. Der Rest der Herde wird weiterhin zur Mastschweineproduktion genutzt.
- Die Sauen zur Remontierung werden auf dem Betrieb ausgewählt. Das Ziel ist es, die Besten auszuwählen. Die Auswahl soll an Hand der besten Sauen mit mindestens 3 Würfen und den höchsten Leistungen im Bezug auf lebend geborene und aufgezogene Ferkel (Absetzgewichte) erfolgen.
- Die Top 12 % sollten im Abferkelstall vor dem Absetzen selektiert werden.
- Diese Sauen werden dann entweder mit GGP Landrasse oder GGP Large White Sperma belegt. Alle Nachkommen werden zur weiteren Zucht farbig gekennzeichnet.
- Weibliche Nachkommen der mit Landrasse belegten Sauen werden blau markiert.
- Weibliche Nachkommen der mit Large White belegten Sauen werden rot markiert.
- Diese markierten Jungsauen werden in Gruppen bis zu einem Gewicht von ca. 80-90 kg aufgezogen.
- Die Ohrmarkenfarbe bestimmt die Rasse des Belegungsebers.
- Eine Sau mit roter Ohrmarke wird mit GGP Landrasse Sperma belegt (blaues Label).
- Eine Sau mit blauer Ohrmarke wird mit GGP Large White Sperma belegt (rotes Label).
- Die Würfe aus diesen Sauen werden entsprechend ihrer Vaterrassegekennzeichnet (Landrasse = blaue Ohrmarke, Large White = rote Ohrmarke).
Wichtige Anmerkungen
- Dieses Programm erlaubt die Erzeugung von Remontierungssauen ohne einen GGP Nucleus.
- Minimierung eines hygienischen Risikos.
- Maximierung des Heterosiseffektes durch die Wechselkreuzung mit den zwei Rassen.
- Die Nutzung der farbigen Kennzeichnung ist unerlässlich.
Anmerkung: Dieses Programm ist einmalig für Hermitage, da Hermitage
innerhalb seiner Rassen mehrere separate Familien-linien erhält.
innerhalb seiner Rassen mehrere separate Familien-linien erhält.
















