Was sind die Ziele des Zuchtprogramms?
Ein Zuchtprogramm ist so strukturiert, dass es mehrere Aufgaben erfüllen kann:
  1. Maximierung des genetischen Potentials in der Herde
  2. Optimale Nutzung von Heterosis
  3. Erreichen des optimalen Zuchtfortschrittes
  4. Produktion eines qualitativ hochwertigen Produktes
  5. Minimierung der genetisch bedingten Kosten in der Produktion
Mit welchen Komponenten wird ein Zuchtprogramm etabliert?
  1. Zugang zu genetisch überlegenen Jungsauen (High Health Genetik)
  2. Zugang zu einem genetischen hochwertigen GGP Eberpool
  3. Zugang zu einem Beratungsservice (Ernährung, Reproduktion, Produktion)
  4. Effiziente Produktion im Betrieb
Welche Zuchtprogramme stehen Ihnen zur Verfügung?
Hermitage bietet Ihnen mehrere Programme an:
  1. Zukauf von F1-Jungsauen
  2. Zukauf von GP-Jungsauen
  3. Geschlossenes GGP-Programm
  4. Wechselkreuzungsprogramm

Zukauf von F1-Jungsauen

Anforderungen

  • Eine Quarantänestation für neue Jungsauen für 8 – 10 Wochen
  • Ein Betrieb mit diesem Programm ersetzt jährlich ca. 42 % seiner Sauenherde, bei 300 Sauen = 126 zugekaufte Jungsauen pro Jahr

Wichtige Anmerkungen

  • Es handelt sich um ein einfach zu organisierendes Programm
  • Das genetische Potential wird maximiert
  • Die zugekauften Jungsauen haben eine Selektion durchlaufen.
  • Der Zukauf wird nach Bedarf organisiert.
  • Die Quarantänestation sollte in der Nähe des Betriebes liegen.
  • Ein gesundheitliches Risiko beim Zukauf von Tieren ist vorhanden.
  • Das Programm ist für alle Herdengrößen geeignet.

Zukauf von GP-Jungsauen

Anforderungen

  • Eine Quarantänestation für zugekaufte Jungsauen für 8 – 10 Wochen.
  • Die Fähigkeit zur Selektion von Zuchttieren.
  • Dieses Programm macht im Betrieb mindestens 12 % GP-Sauen erforderlich.
  • Bestellung von GP-Sperma wöchentlich.
  • Selektion der Jungsauen bei ca. 90 kg Gewicht.
  • Kennzeichnung der Ferkel bei der Geburt.

Wichtige Anmerkungen

  • Reduzierung des Jungsauenzukaufs – Zukauf nur Quartalsweise notwendig.
  • Das Gesundheitsrisiko wird minimiert.
  • Eine kleine Gruppe von Jungsauen in der Quarantäne.
  • Im Betrieb erzeugte Kreuzungssauen sind besser an Betriebsbedingungen angepasst.
  • Regelmäßige GP-Anpaarungen sind notwendig, um die Remontierung zu sichern

Geschlossenes GGP-Programm

Anforderungen

  • Nur für große Herden geeignet
  • Sehr gutes Management
  • Computergestütztes Herdenmanagement
  • Erfahrung und Bereitschaft zur Selektion von Zuchttieren
  • Geeignetes Identifizierungssystem
  • Ein einmaliger Zukauf von GGP und GP Jungsauen
  • Im Minimum 5 % der Herde als GGP Sauen
  • Im Minimum 12 % der Herde als GP Sauen
  • Bestellung von GP und GGP Sperma zusätzlich zum Sperma von Endproduktebern

Installation des Programms

  • Eine Gruppe von GGP und GP Jungsauen werden gekauft und nach der Quarantäne in die Herde gebracht.
  • Die GGP LR Jungsauen werden mit GGP LR Sperma zur Produktion der GP Sauen belegt. Diese werden mit GP LW Sperma zur Produktion der Kreuzungssauen belegt.
  • Letztere werden mit Endstufeneber Sperma zur Produktion der Schlachtschweine belegt.
  • Die besten GP Sauen (BLUP Zuchtwerte bzw. Leistung nach 3 Würfen) werden als GGP Remonte nach Bedarf ausgewählt.
  • Die BLUP-Zuchtwerte werden im Rahmen des Programms von Hermitage geliefert.
  • Alle Jungsauen werden bei ca. 80 – 90 kg gemäß des Hermitage Jungsauenmanagmentes getestet und selektiert.
  • Alle GGP und GP Sauen werden bei der Geburt tätowiert und mit Ohrmarken versehen.
  • Alle F1 Kreuzungssauen werden mit Ohrmarken gekennzeichnet.

Wichtige Anmerkungen

  • Jegliches hygienisches Risiko durch zugekaufte Tiere ist nach Einführung des Programms ausgeschlossen.
  • Nach der Einführungsphase ist keine Quarantänestation erforderlich.
  • Die Zuchttiere werden nicht durch Anpassungsprobleme beeinflusst.
  • Die kostengünstigste Alternative zur Produktion von Kreuzungssauen.
  • Ein bestimmter Zeitaufwand ist für Selektion und Zuchtmanagement notwendig.

Wechselkreuzungsprogramm

Anforderungen

  • Computergestütztes Herdenmanagement
  • Gutes Management
  • Erfahrung und Bereitschaft zur Selektion von Zuchttieren
  • Farbiges Identifizierungssystem
  • Bestellung von GP/GGP Sperma neben dem Endproduktsperma

Einführung des Programms

  • Einmalig werden 12 % der Herde auf der Farm selektiert bzw. als Jungsauen zugekauft, um die Remonte zu erzeuge. Der Rest der Herde wird weiterhin zur Mastschweineproduktion genutzt.
  • Die Sauen zur Remontierung werden auf dem Betrieb ausgewählt. Das Ziel ist es, die Besten auszuwählen. Die Auswahl soll an Hand der besten Sauen mit mindestens 3 Würfen und den höchsten Leistungen im Bezug auf lebend geborene und aufgezogene Ferkel (Absetzgewichte) erfolgen.
  • Die Top 12 % sollten im Abferkelstall vor dem Absetzen selektiert werden.
  • Diese Sauen werden dann entweder mit GGP Landrasse oder GGP Large White Sperma belegt. Alle Nachkommen werden zur weiteren Zucht farbig gekennzeichnet.
  • Weibliche Nachkommen der mit Landrasse belegten Sauen werden blau markiert.
  • Weibliche Nachkommen der mit Large White belegten Sauen werden rot markiert.
  • Diese markierten Jungsauen werden in Gruppen bis zu einem Gewicht von ca. 80-90 kg aufgezogen.
  • Die Ohrmarkenfarbe bestimmt die Rasse des Belegungsebers.
  • Eine Sau mit roter Ohrmarke wird mit GGP Landrasse Sperma belegt (blaues Label).
  • Eine Sau mit blauer Ohrmarke wird mit GGP Large White Sperma belegt (rotes Label).
  • Die Würfe aus diesen Sauen werden entsprechend ihrer Vaterrassegekennzeichnet (Landrasse = blaue Ohrmarke, Large White = rote Ohrmarke).

Wichtige Anmerkungen

  • Dieses Programm erlaubt die Erzeugung von Remontierungssauen ohne einen GGP Nucleus.
  • Minimierung eines hygienischen Risikos.
  • Maximierung des Heterosiseffektes durch die Wechselkreuzung mit den zwei Rassen.
  • Die Nutzung der farbigen Kennzeichnung ist unerlässlich.

Anmerkung: Dieses Programm ist einmalig für Hermitage, da Hermitage
innerhalb seiner Rassen mehrere separate Familien-linien erhält.
HERMITAGE - Sperma und Zuchttiere: der Schlüssel zu Ihrem erfolgreichen Zuchtprogramm