Isolation

Die Hauptgründe für eine Isolation der Jungsauen sind:

  1. Um eine genügend lange Inkubationszeit zu ermöglichen, damit alle Testergebnisse von zugekauften Jungsauen richtig erkannt werden.

    Hermitage hat ein umfangreiche Gesundheitsprogramm zur Erhaltung eines hohen Gesundheitsstatus eingerichtet. Es verbleibt jedoch immer ein Restrisiko für neue zu integrierende Jungsauen in eine Herde, deshalb ist eine Isolierstation eine wichtige Empfehlung von Hermitage.
  2. Um den Jungsauen genügend Zeit für die Akklimatisation an das Herdenmilieu zu geben.

Die Isolation sollte in folgender Weise durchgeführt werden:

  • Die Isolierstation sollte mindestens 5 km von dem Betrieb entfernt liegen.
  • Idealerweise sollte die Isolierstation von Leuten, die keinen Kontakt zu anderen Schweinen haben, geführt werden.
  • Die Sauen sollten im Minimum 8 Woche in der Station bleiben.
    Die ersten 4 Wochen um klinische Erkrankungen zu erkennen.

Die nächsten 4 Wochen, um mit Sauen der Herde in Kontakt zu gelangen. Die kann durch geschützten Kontakt mit abgehenden Sauen geschehen.
Dies dient zum Aufbau einer Immunität gegen mögliche Krankheiten.
Falls die Sauen Krankheitserscheinungen zeigen, sollten sie sofort behandelt werden. Es liegt in der Verantwortung eines jeden Betriebs selbst, dass der behandelnde Tierarzt eine guten Überblick über den Gesundheitsstatus in der Isolation und der Herde hat.

Wichtige Anmerkung: Selbst aufgezogenen Jungsauen sollte auch eine Akklimatisation in der Sauenherde für mindestens 4 Wochen vor der Belegung ermöglicht werden.

Haltung

Wenn möglich, sollten die Jungsauen auf Teilspaltenboden mit einer ausreichenden Liegefläche gehalten werden. Falls dies nicht möglich ist, reicht auch ein Vollspaltenboden, allerdings sollten die Spalten nicht mehr als 16 mm Abstand haben.
Den Sauen sollte eine Fläche von 1,4 m² pro Tier zur Verfügung stehen.

Fütterung

Das Fütterungsziel die Phase besteht darin, eine deckfähige Jungsau von 140 – 150 kg, mit 18 – 20 mm Rückenspeck und ca. 230 – 250 Tage alt zu produzieren (lesen Sie weiteres auf der Seite "Fütterung").

Rauschestimulation

Ab einem Gewicht von 120 kg sollten die Sauen ständig auf den Rauscheeintritt überprüft werden. Ein regelmäßiger geschützter Eberkontakt von ca. 10 Minuten sollte ermöglicht werden.
Beim ersten Rauscheeintritt sollte das Datum festgehalten werden und die Sau in den Deckbereich umgestallt werden. Die folgenden Punkte sollte beim Jungsauenmanagement im Deckbereich beachtet werden:

  • Die Aufstallung sollte in Sicht-, Geräuschund Geruchsweite eines ausgewachsenen Ebers liegen.
  • Den Sauen sollte für 16 von 24 Stunden Licht zur Verfügung stehen.
  • Die Sauen sollten in kleinen Gruppen mit ca. 1,4 m² Fläche pro Sau aufgestallt werden.
  • Die Sauen sollten mindestens 21 Tage vor der Belegung ad libitum gefüttert werden. Dieser Flushing-Effekt stimuliert die Insulinsekretion, ein Hormon, welches die Ovulationsrate steigert.
  • Belegung der Sauen in der 3. Rausche
  • Nach der 2. Belegung sollte die Futtermenge auf 2 kg pro Tage reduziert werden. Zu hohe Futtermengen können zu kleineren Würfen führen.

Impfprogramm

Da die Hermitage Sauen mit einem hohen Gesundheitsstatus geliefert werden, sind Impfungen bei der Ankunft in der Quarantäne möglicherweise notwendig. Alle Impfungen sollten im Quarantänestall durchgeführt werden.
Die Impfpräparate sollten vorschriftsmäßig gelagert und niemals zu einer Dosis gemischt werden. Für weiter Beratung ist der behandelnde Tierarzt zu konsultieren.

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